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Unterschätzter Schatz

Die moderne Welt ist auf Sand gebaut – noch

Sand. Was ist schon besonders an Sand? Der Wind fegt ihn über Wege, Bauarbeiter kippen ihn in Kuhlen, Kinder schaufeln ihn in Förmchen. Und sonst? Freuen wir uns, wenn er im Sommer warm unter den Füßen knirscht. Und kehren ihn später als Dreck aus dem Haus. Dabei hat er viel mehr Aufmerksamkeit verdient. Und dringend nötig. Denn Sand ist, gleich nach dem Wasser, der wichtigste Rohstoff der Welt – und wird langsam knapp. Um darauf aufmerksam zu machen, hat der Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler die vergessenen Körnchen nun zum Gestein des Jahres 2016 erklärt. Tatsächlich verbrauchen die Menschen von keiner festen Ressource größere Mengen: Sand hält im Mörtel Häuser zusammen, liefert den Grundstoff für Glas und moderne Halbleitertechnik. Allein der deutsche Bau brauchte im Jahr 2014 rund 240 Millionen Tonnen vom feinsten Steinzeug. Doch der Rohstoff Sand wächst nicht so schnell nach, wie er verbraucht wird. Wind und Wellen brauchen viel Zeit, bis sie Gestein, Muscheln oder Korallen zerrieben haben. An immer mehr Küsten der Erde wird deshalb inzwischen der Sand schon vom Meeresgrund gefördert – legal wie illegal. Eine Lösung ist das kaum: Das Wasser verschlammt ohne die Sanddecke am Boden, Tiere verenden, Küsten erodieren. Zeit, Sand als das zu begreifen, was er ist: ein echter Bodenschatz.

(Quelle: Magazin Stern, 14.01.2016)

 
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